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<title>Leone da Modena</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Leone da Modena</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Leone da Modena</b> (<i>Jehuda Arje di Modena</i>, auch <i>Leo Mutinensis</i>, <i>Judah Aryeh</i><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>; geboren am <a href="23._April" title="23. April">23. April</a> <a href="1571" title="1571">1571</a> in <a href="Venedig" title="Venedig">Venedig</a>; gestorben am <a href="21._M%C3%A4rz" title="21. März">21. März</a> <a href="1648" title="1648">1648</a><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ebenda) war ein jüdisch und profanwissenschaftlich gebildeter Autor, Dichter, Lehrer und (von Juden und Christen gleichermaßen) gesuchter Prediger, venezianischer <a href="Rabbiner" title="Rabbiner">Rabbiner</a><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, Übersetzer<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, Verfasser einer Autobiographie und zahlreicher Schriften verschiedensten Inhalts und gilt als eine der kompliziertesten und undurchsichtigsten Persönlichkeiten der jüdisch-italienischen Kultur seiner Zeit.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<p>Leone entstammte einer wohlhabenden Familie französischer Herkunft, die sich zunächst in <a href="Viterbo" title="Viterbo">Viterbo</a> und dann in <a href="Modena" title="Modena">Modena</a> – daher der Name, niederließ. Den späteren Wohnsitz <a href="Ferrara" title="Ferrara">Ferrara</a> verließ die Familie aufgrund des Erdbebens 1570 und ging dann nach Venedig, wo Leone Modena geboren wurde. Schon in seiner frühesten Kindheit entwickelte dieser ungewöhnliche geistige Fähigkeiten (erste <a href="Haftara" title="Haftara">Haftara</a>-Lesung in der <a href="Synagoge" title="Synagoge">Synagoge</a> noch vor Vollendung seines dritten Lebensjahres). Er genoss eine gute Erziehung und umfassende Ausbildung in jüdischen und allgemeinen Gegenständen einschließlich Musik- und Gesangsunterricht durch wechselnde Privatlehrer. So war er unter anderem (1581–1582 in <a href="Padua" title="Padua">Padua</a>) Schüler von <a href="Schmuel_Archevolti" title="Schmuel Archevolti">Schmuel Archevolti</a>. Da Modena wurde ein berühmter Prediger, der mit seinen zahlreichen Schriften und seinem Wissen auch bei Christen Aufmerksamkeit fand. Allerdings war er aufgrund der prekären finanziellen Situation seiner Familie gezwungen, sich mit allerlei, zum Teil unwürdigen Beschäftigungen über Wasser zu halten. In seiner Autobiographie zählt er 26 verschiedene Tätigkeiten auf, die er während seines Lebens ausgeübt hat, darunter Vorbeter, Lehrer, Dolmetscher, Schreiber, Korrektor, Buchhändler, Kaufmann, Heiratsvermittler, Musiker und Amulettenverfertiger.
</p><p>Er wirkte in Venedig. In seinen (<a href="Hebr%C3%A4ische_Sprache" title="Hebräische Sprache">hebräisch</a> oder <a href="Italienische_Sprache" title="Italienische Sprache">italienisch</a> geschriebenen) Schriften kommt häufig der für das damalige intellektuelle Judentum Italiens kennzeichnende Zwiespalt zwischen neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Traditionstreue zum Ausdruck. So verteidigte er in <i>magen we tzinnah</i> („Schild und Spieß“) die mündliche Tradition und kritisierte <a href="Uriel_da_Costa" title="Uriel da Costa">Uriel da Costa</a>, während er in <i>qol sakal</i> („Torenstimme“) Traditionskritik zu Wort kommen ließ.
</p><p>Von seiner antichristlichen Streitschrift <i>magen wa chereb</i> wurden nur fünf von neun geplanten Teilen fertig. Darin behandelte er mit scharfsinnigen Argumenten und vielen exegetischen Bemerkungen die Themen <a href="Erbs%C3%BCnde" title="Erbsünde">Erbsünde</a>, <a href="Trinit%C3%A4t" title="Trinität">Trinität</a>, <a href="Inkarnation" title="Inkarnation">Inkarnation</a>, <a href="Jungfrauengeburt" title="Jungfrauengeburt">Jungfrauengeburt</a> und <a href="Maria_(Mutter_Jesu)" title="Maria (Mutter Jesu)">Maria</a> sowie die Frage, ob der <a href="Messias" title="Messias">Messias</a> bereits erschienen sei.
</p><p>Seine auf Anforderung des englischen Botschafters verfasste italienische Beschreibung der jüdischen Bräuche (<i>Historia de' riti Ebraici</i>, Paris 1635 [? Vgl. u.]) fand auch unter Nichtjuden weite Verbreitung und erwies sich – obwohl auch in judenfeindlichem Sinne benutzt – als effektiver Beitrag zur Apologetik.
</p><p>In <i>ari nohem</i> („Brüllender Löwe“) attackierte er die <a href="Kabbalah" class="mw-redirect" title="Kabbalah">Kabbalah</a> und widerlegte das behauptete hohe Alter des Buches <a href="Zohar" class="mw-redirect" title="Zohar">Zohar</a>.
</p><p>Leone führte ein unruhiges Leben: Er nahm einen Beruf nach dem anderen auf und wurde ein besessener Spieler, was ihn und seine Familie oft in finanzielle Bedrängnis brachte. Inkonsequent, wie er war, schrieb er in einem Stück mit dem Titel <i>sur me ra</i>, „Halte dich vom Bösen fern“, einen Dialog sowohl gegen als auch für das Glücksspiel.
</p><p>Durch einen rabbinischen Erlass (<i>haskamah</i>) erklärte er im Jahre 1605 mehrstimmige Chormusik in der Synagoge für zulässig, was der Komponist <a href="Salamone_Rossi" title="Salamone Rossi">Salamone Rossi</a>, ein enger Freund da Modenas, auch mit zahlreichen Kompositionen in die Tat umsetzte (<i>ha-schirim 'ascher li-schlomo</i>, „<a href="Hoheslied" title="Hoheslied">Die Lieder des Salomon</a>“, Venedig 1622 f.).
</p><p>Mit seiner Frau Rachel Lewi, die er am 6. Juli 1590 heiratete, hatte Leone Modena vier Söhne und drei Töchter. Sein Lieblingssohn Mordechai starb im November 1617 bei alchimistischen Experimenten, in deren Folge ihn sein Vater tödlich vergiftet hatte. Ein anderer Sohn wurde bei einer Rauferei erschlagen, ein weiterer Sohn ging nach Griechenland und blieb verschollen. Leons Frau soll darüber, wahnsinnig geworden, verstorben sein. Besonders der Tod Mordechais traf Leone Modena schwer, er unterzog sein bisheriges Leben einer strengen Selbstprüfung, deren Frucht die äußerst widersprüchliche Autobiographie <i>chajje Jehuda</i> ist, eine offen-ehrliche Abrechnung, in der er sich als gescheiterte Existenz bekennt und mit der er in seiner Zeit einzigartig dasteht. Sie enthält schonungslose Berichte über seine Liebe zur verstorbenen Braut, seine unglückliche Ehe mit ihrer Schwester, sein Scheitern in den verschiedensten Berufen, seine Verluste im Spiel, sein hilfloses Ankämpfen gegen die Spielleidenschaft, aber auch über seine glänzenden Erfolge. An den Schluss stellte er sein Testament mit einer detaillierten Regelung seines Begräbnisses.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Werke/Ausgaben_(Auswahl)"><span id="Werke.2FAusgaben_.28Auswahl.29"></span>Werke/Ausgaben (Auswahl)</h2></div>
<ul><li><i>Eldad u-medad</i>, verfasst 1583, Dialog über die Zulässigkeit oder Schädlichkeit des Kartenspiels, gedruckt 1595<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Qinah schemo</i> („Klagelied“), 1584 (hebräische Elegie auf den Tod seines Erziehers Mose Basola = Mosche b. Benjamin della Rocca Basola)<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Magen we-tzinnah</i> („Schild und Spieß“) (gegen da Costas Traditionskritik)</li>
<li><i>Qol sakal</i> („Torenstimme“)<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Scha'agat arjeh</i> („Das Brüllen des Löwen“), weitere Apologie der rabbinischen Tradition und vergleichsweise schwacher Versuch der Widerlegung von <i>qol sakal</i></li>
<li><i>Sod jescharim</i> („Geheimnis der Gerechten“), Venedig 1595 (Sammlung „wissenschaftlicher“ Merkwürdigkeiten und Rätsel)<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Sur me ra</i>, Venedig 1595 f. („Meide das Böse“; vgl. u. Anmerkungsteil)</li>
<li><i>Zemach zaddiq</i> („Spross des Gerechten“), Venedig 1600, christianisierender jüdischer Ethik-Traktat<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Midbar Jehudah</i>, Venedig 1602, Auswahl seiner Predigten und öffentlichen Vorträge</li>
<li><i>Magen wa-cherev</i> („Schild und Schwert“), Polemik gegen das Christentum, Fragment, herausgebracht u. a. Jerusalem 1960, englisch Lewiston 2001</li>
<li><a href="Haggada" title="Haggada">Pessach-Haggada</a>, Hebräisch und Italienisch (in hebr. Lettern), nebst Auszug aus <a href="Isaak_Abrabanel" title="Isaak Abrabanel">Isaak Abrabanels</a> Kommentar, einschl. Holzschnitten, Venedig 1609, 1663, 1693</li>
<li><i>Galut Jehudah</i> („Das Exil Jehudas“), hebräisch-italienisches Wörterbuch, Venedig 1612</li>
<li><i>Lev ha-arjeh</i> („Herz des Löwen“), Venedig 1612 (Traktat über die Mnemotechnik)</li>
<li><i>Ben Dawid</i> (Abhandlung über <a href="Metempsychose" class="mw-redirect" title="Metempsychose">Metempsychose</a>, d. h. Streitschrift gegen die Möglichkeit einer solchen), zuerst gedruckt in <i>ta'am sekenim</i>, 1855</li>
<li><i>Chajje Jehuda</i> („Leben des Jehuda“), ca. 1618 (Autobiographie)</li>
<li><i>Bet lechem Jehudah</i>, Venedig 1624 f. (Index/Realwörterbuch zur Sammlung talmudischer Aggadot <i>En Ja'acov</i>); dann wieder Prag 1705</li>
<li><i>Bet Jehudah</i> („Das Haus des Jehuda“), Venedig 1628 (Ergänzungen zu <i>bet lechem jehudah</i>); weiter: Krakau 1643, Verona 1643, Prossnitz 1649, Prag 1668</li>
<li><i>Ziqne Jehudah</i> („Die Ahnen des Jehuda“), Sammlung seiner Responsen (zuerst Jerusalem 1956)</li>
<li><i>Historia dei Riti ebraici ed observanza degli Hebrei di questi tempi</i>, Paris 1635<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Ari nohem</i> („Brüllender Löwe“), vollendet 1638, zuerst gedruckt Leipzig 1840; hrsg. von <a href="Nechama_Leibowitz" title="Nechama Leibowitz">Nechama Leibowitz</a> Jerusalem 1971</li>
<li><i>Pi Arjeh</i> („Maul des Löwen“), Ergänzungen zum hebr.-ital. Wörterbuch/kleines rabbinisch-italienisches Vokabular (Padua 1640, Venedig 1648)</li>
<li><i>Jom se jehi mischkal kol chatosai</i> (Gebet zu Jom kippur katon)</li>
<li><i>Ma'adanne melech</i> (Schachbuch, irrtümlich dem Jedaja Bedarschi zugeschrieben)</li>
<li><a href="Isaak_Samuel_Reggio" title="Isaak Samuel Reggio">Isaak Samuel Reggio</a> (Hrsg.): <i>Bechinat ha-qabbalah</i> („Prüfung der Tradition“), Görz 1852<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Leo Modenas Briefe und Schriftstücke</i>, hrsg. v. <a href="Ludwig_Blau" title="Ludwig Blau">Ludwig Blau</a>, Budapest 1905–1906 (Jahresberichte der Landesrabbinerschule 28 und 29)</li>
<li><i>Chajje Jehuda</i>, Autobiographie L. d. Modenas, hrsg. v. A. Kahana, Kiew 1912; engl. M. R. Cohen, Princeton 1988<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Jüdische Riten, Sitten und Gebräuche</i>. Hrsg., übers. und kommentiert von <a href="Rafael_Arnold" title="Rafael Arnold">Rafael Arnold</a>. Wiesbaden : Marixverlag, 2007</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hinterlassene_Manuskripte">Hinterlassene Manuskripte</h2></div>
<p>Zu den bedeutendsten, nur handschriftlich hinterlassenen Werken zählen seine Kommentare zu <a href="Spr%C3%BCche_der_V%C3%A4ter" title="Sprüche der Väter">Pirke awoth</a>, zu den fünf <a href="Ketuvim" class="mw-redirect" title="Ketuvim">Megillot</a>, über <a href="Mischle" class="mw-redirect" title="Mischle">Mischle</a>, die <a href="Psalmen" class="mw-redirect" title="Psalmen">Psalmen</a>, das <a href="Buch_Samuel" title="Buch Samuel">Buch Samuel</a>, die Pessach-Haggada, Kommentare zu den Haftarot, verschiedene <a href="Apokryphen" title="Apokryphen">Apokryphen</a>-Übersetzungen sowie <i>Kowez schirim</i>, eine Sammlung seiner zerstreut erschienenen Gedichte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Abraham_Geiger" title="Abraham Geiger">Abraham Geiger</a>: <i>Leon da Modena.</i> Breslau 1856.</li>
<li><a href="Heinrich_Graetz" title="Heinrich Graetz">Heinrich Graetz</a>: <i>Geschichte der Juden.</i> Bd. X, Leipzig 1868.</li>
<li>M. Stern: <i>Der Kampf des Rabbiners gegen den Talmud.</i> Breslau 1902.</li>
<li>N. S. Libowitz: <i>Jehuda Arje Modenas Leben und Werke.</i> New York 1902.</li>
<li><a href="Salomon_Wininger" title="Salomon Wininger">Salomon Wininger</a>: <i>Große Jüdische National-Biographie.</i> Bd. IV, Druckerei Orient, Czernowitz 1930.</li>
<li><a href="Simon_Dubnow" title="Simon Dubnow">Simon Dubnow</a>: <i>Weltgeschichte des jüdischen Volkes.</i> 1925 ff., Bd. VI, besonders Anhang, Note 4.</li>
<li><a href="Samuel_Meisels" title="Samuel Meisels">Samuel Meisels</a>: <i>Leon da Modena.</i> In: <a href="Georg_Herlitz" title="Georg Herlitz">Georg Herlitz</a> (Hrsg.): <i><a href="J%C3%BCdisches_Lexikon" title="Jüdisches Lexikon">Jüdisches Lexikon</a>.</i> Bd. III, Jüdischer Verlag, Berlin 1927.</li>
<li>E. Rivkin: <i>Leon da Modena.</i> 1952.</li>
<li><a href="Shlomo_Simonsohn" title="Shlomo Simonsohn">Shlomo Simonsohn</a>: <i>Leon Modena.</i> London 1952</li>
<li><a href="G%C3%BCnter_Stemberger" title="Günter Stemberger">Günter Stemberger</a>: <i>Geschichte der jüdischen Literatur.</i> München 1977.</li>
<li>J. Boksenboim (Hrsg.): <i>Iggerot R. Jehudah Arjeh-mi Modena.</i> Tel Aviv 1984.</li>
<li>H. E. Adelman: <i>Success and Failure in the Seventeenth Century Ghetto of Venice. The Life and Thought of Leon Modena, 1571–1648.</i> Michigan/London 1985.</li>
<li><i>Leon da Modena.</i> In: <a href="Julius_Hans_Schoeps" class="mw-redirect" title="Julius Hans Schoeps">Julius Hans Schoeps</a> (Hrsg.): <i>Neues Lexikon des Judentums.</i> Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh/München 1992, ISBN 3-570-09877-X.</li>
<li>Robert Bonfil, David Malkiel (Hrsg.): <i>The Lion Shall Roar: Leon Modena and His World</i> (= <i>Italia, Conference Supplement Series.</i> Bd. 1). Magnes Press, Jerusalem 2003.</li>
<li>Gianfranco Miletto: <i>Leon(e) Modena.</i> In: <i>Metzler Lexikon jüdischer Philosophen.</i> Stuttgart/Weimar 2003.</li>
<li>Saverio Campanini: <i>Leone Modena und die Reinkarnationslehre.</i> In: G. Necker, R. Zeller (Hrsg.): <i>„Und schaffst der Seelen Schar“. Die Diskussion um die Präexistenz der Seelen im 17. Jahrhundert.</i> (<i>Morgen-Glantz. Zeitschrift der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft</i>, 24), 2014, S. 29–50.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Leone_Modena?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Leone da Modena</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20170813130703/http://www.jhom.com:80/topics/choir/modena_more.htm"><i>Leone da Modena (Judah Aryeh).</i></a> In: <i>Jewish Heritage Online Magazine.</i> Archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.jhom.com%2Ftopics%2Fchoir%2Fmodena_more.htm">Original</a></span> am <span style="white-space:nowrap;">13. August 2017</span><span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 6. Juni 2021</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ALeone+da+Modena&rft.title=Leone+da+Modena+%28Judah+Aryeh%29&rft.description=Leone+da+Modena+%28Judah+Aryeh%29&rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20170813130703%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.jhom.com%3A80%2Ftopics%2Fchoir%2Fmodena_more.htm&rft.source=http://www.jhom.com/topics/choir/modena_more.htm&rft.language=en"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Weitere Namensformen: <i>Leo da Modena</i>, <i>Leon</i> oder <i>Leone Modena</i>, <i>Leo Juda Arje di Modena</i>, <i>Jehuda Arje (Leon) ben Isaak/Isaac da Modena</i> etc. Mit Venedig fühlte sich Leone Modena sehr verbunden, so dass er die italienischen Ausgaben seiner Werke mit <i>Leon Modena da Venezia</i> zu unterzeichnen pflegte.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Nach Wininger gest. 23. März 1649</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Seit 1612 bis zu seinem Tod. Nach anderen Angaben bereits seit 1593, nach wieder anderen Angaben seit 1609. Seine Ansichten in religiös-gesetzlichen Fragen waren von großem Gewicht. Von nah und fern wurde er um entsprechende Gutachten angefragt.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">So übersetzte er, um nur ein Beispiel zu nennen, Teile von <a href="Ludovico_Ariosto" title="Ludovico Ariosto">Ludovico Ariostos</a> <i><a href="Der_rasende_Roland" title="Der rasende Roland">Orlando Furioso</a></i> ins Hebräische.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Eine Leone da Modena kennzeichnende Charakterisierung durch Samuel Meisels in: Georg Herlitz (Hrsg.): <i>Jüdisches Lexikon.</i> Bd. III, Jüdischer Verlag, Berlin 1927, <a href="Uniform_Resource_Name" title="Uniform Resource Name">urn</a>:<a rel="nofollow" class="external text" href="https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:30-180015078036">nbn:de:hebis:30-180015078036</a>, Sp. 1050–1052, hier Sp. 1052: <i>L. d. M. war eine seltsame Erscheinung: ein Mann von umfassendem Wissen und kritischem Geist, war er dennoch zerfahren im Denken, unausgeglichen im Wesen und scheinbar so voller Widersprüche, daß ihn auf Grund seiner Schriften bald die Traditionstreuen, bald die Reformer zu den ihren zählen, Graetz ihn sogar einen „Wühler“ nennt. Tatsächlich war er, vermutlich nicht ganz unbeeinflußt von den ketzerischen Anschauungen des Uriel Acosta, wie dieser ein Zweifler, ohne aber dessen Konsequenzen zu ziehen. Im ewigen Zwiespalt mit sich selbst, übte er an der Tradition oft heftige Kritik, um bald wieder sich selbst Beweise für ihre Berechtigung zu erbringen</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Übersetzt ins Lateinische, Deutsche, Italienische und Französische</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Die allerdings in anderer Trennung auch italienisch gelesen werden kann: <i>chi nasce mor</i>: „Wer geboren wird, stirbt“, was zugleich die virtuose Sprachbeherrschung des erst Dreizehnjährigen zeigt. Im Text wechselt jede hebräische Verszeile mit einer italienischen, die sich gegenseitig aufeinander reimen. Jedes Verspaar ist darüber hinaus so kunstvoll konstruiert, dass hebräische und italienische Zeile Silbe für Silbe gleich klingen.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">In der ein erfundener <i>Amittai b. Jedajah ibn Raz</i> aus Alkala = „Der Wahrhaftige, Sohn des Geheimnisses [das nur Gott kennt]“ das pure Gegenteil von dem behauptet, was in <i>magen we tzinnah</i> ausgeführt wurde. Die Vervielfältigung der Gebote sei blosses Mittel, mit dem die Gelehrten über das jüdische Volk herrschen wollten etc.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Weitere Ausgaben: Verona 1647, Amsterdam 1649, Frankfurt am Main 1702</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Aus dem Italienischen ins Hebräische übersetzt, beigegeben belehrende Fabeln und Holzschnitte</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Nach anderen Quellen Paris 1637. Vollständige Ausgabe Venedig 1638. Das Werk wurde 1684 (oder früher?) von Richard Simon ins Französische, einige Jahre später ins Lateinische, Englische und Holländische übersetzt; eine hebräische Übersetzung von Salomo Rubin erschien in Wien 1867 unter dem merkwürdigen Titel <i><a href="Schulchan_Aruch" title="Schulchan Aruch">Schulchan Aruch</a></i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Erstdruck von <i>Qol sakal</i>, zusammen mit <i>Scha'agat arjeh</i> und einer kurzen Biographie da Modenas</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">M. R. Cohen (Hrsg.): <i>The Autobiography of a Seventeenth-Century Venetian Rabbi. L. M.s „Life of Judah“</i></span>
</li>
</ol>
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Normdaten (Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/118876511">118876511</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n81102979">n81102979</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/4948231/">4948231</a></span> | </div>
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